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S a n c h o´s W e b s i t e
Die Erfahrungen eines Problem-Hundes nach seiner Übernahme aus dem Tierheim im Oktober 2004 |
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| Start | Montag, 6. Februar 2012 |
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Psychische Probleme Ein zentrales Problem war und ist Sanchos Angst. Die machte uns in den ersten Wochen und Monaten wirklich Probleme.
Weglaufen Meine größte Sorge, nachdem sich abzeichnete, daß Sancho endgültig draußen bleiben würde, war die Angst, daß er nunmehr ständig weglaufen würde. Das hätte ja wohl bedeutet, daß ich ihn immer wieder irgendwo abholen müßte. Irgendwann hätte das wohl auch Geld gekostet. Zu unserem riesengroßen Glück jedoch blieb Sancho auf dem Grundstück bzw. in der Nähe des Grundstücks. Er hält sich stets in einem Radius von ca. 200 m rund um das Haus auf. Dabei bezieht er die Nachbargrundstücke in seinen Ruhephasen mit ein. Die Nachbarn stört das erfreulicherweise nicht, zumal er dort keine unerfreulichen Spuren hinterläßt. Ich habe prophylaktisch mit den Nachbarn gesprochen, falls er doch einmal etwas Unangenehmes verursacht. Dann würde ich mich um die Beseitigung kümmern, wenn ich informiert werde. Überhaupt unternehme ich alles, um bei den Nachbarn um Verständnis und Toleranz für unsere Situation zu werben. Wir sind mittlerweile in unserer unmittelbaren Umgebung so bekannt, daß wir wohl meist gern gesehen werden. Dazu trägt Sancho mit seinem Aussehen und seiner Art erheblich bei! Somit ist die Gefahr einer Situation, in der der Gedanke aufkommen würde, Sancho wegzugeben, Gottseidank gebannt. Er bleibt brav bei mir, hat zwar seinen eigenen Willen und unternimmt besonders vormittags seine Streifzüge, aber mich haben noch nie Beschwerden über sein Verhalten in diesen Abwesenheitsphasen erreicht. Stets schwingt bei mir jedoch die Angst mit, ihm könnte etwas zustoßen, zumal er dem Straßenverkehr erstaunlicherweise nicht sehr vorsichtig begegnet. Autos sieht er nicht als Bedrohung und geht recht sorglos mit ihnen um. Das macht mir Sorgen. Ich muß mit dem Risiko leben, daß er sich verletzen kann. Die Alternative wäre eine wirkliche Quälerei, wenn ich ihn ins Haus zwingen würde (siehe Erfahrungsbericht I). Außerdem wäre das technisch garnicht realisierbar, er ließe sich nicht einfangen. Die Tatsache, daß er bei mir und dem Haus bleibt, hat mich wirklich sehr erfreut. Mir wurde damit eine Riesenlast von den Schultern genommen. Nicht auszudenken, wenn sich das anders entwickelt hätte! Zeigt es doch, daß er eine wirkliche Beziehung zu seiner neuen Umgebung entwickelt hat, vielleicht wird er sie eines Tages auch als sein echtes Revier betrachten. Das ist wohl noch nicht soweit, weil er anderen Hunden gegenüber, die unser Grundstück betreten, unkritisch gegenübersteht. Sie stören ihn nicht. Nur wenn diese "Gasthunde" an sein Fressen wollen, wird Sancho ungemütlich. Das läßt er unter keinen Umständen zu und hat auch nicht die geringste Mühe, sich durchzusetzen. Die Sorgen des Halters Auch bei mir als Halter hat sich natürlich vieles verändert. Ich stehe kritischen Situationen - egal, ob sie dauerhaft sind oder kurzfristig auftreten und wieder vorübergehen - heute wesentlich gelassener gegenüber als zu Anfang unserer "Beziehung". Das ist ja wohl auch normal so. Es gibt eben Dinge, die ich nicht verändern kann, auch wenn ich immer wieder dazu aufgefordert werde (von wohlmeinenden Mitmenschen). Ich habe mich nun einmal dazu entschlossen, Sancho nichts gegen seinen ausgeprägten Willen aufzuzwingen, weder mit sanfter noch mit roher Gewalt. Weil ich damit alles kaputtmachen würde, was ich mit ihm zusammen bisher aufgebaut habe.
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| Montag, 6. Februar 2012 | Seite zuletzt geändert am: 30.09.2009, 15:09 von Sancho | Neu online seit 15.09.2007 |
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