Hund Sancho
Hund Sancho
Die Erfahrungen eines Problem-Hundes
nach seiner Übernahme aus dem Tierheim im Oktober 2004
Hund Sancho

Die Übernahme und Sancho's Ausgangslage

Nach einer ersten Besichtigung von Sancho (ehem. Mancho) am 27.10.2004 erhielt ich am 28.10.2004 vom Tierheim einen Anruf, daß ich wegen Sancho vorbeikommen könne, da der Interesse­nt vor mir abgesagt hatte. Daraufhin fuhr ich gegen 14.00 Uhr zum Tierheim und wurde von Frau R. in Empfang genommen. Nach einem ausführlichen Gespräch kam es zu einem kurzen Ausgang mit Sancho. Anschließend wurde im Büro unter Fortsetzung des o.g. Gesprächs die Übernahme vollzogen, mir wurden die erforderlichen Papiere ausgehändigt. Gegen 15.30 Uhr fuhren Sancho und ich dann zu mir bzw. uns nach Hause.

Aus meiner Sicht war das Übernahmeverfahren seitens des Tierheims sehr gut und anerkennenswert durchgeführt worden. Ich habe es sehr begrüßt, daß ich intensiv befragt und mein Umgang mit Sancho bewertet wurde, um herauszufinden, ob das abzugebende Tier in verantwortungsbewußte und gut- willige Hände kommt. Das Tierheim hat sich m.E. hervorragend als Anwalt des Tieres verhalten, um dem Tier eine würdige und gute Zukunft zu sichern. Das gilt im wesentlichen auch für die Betreuung nach der Übernahme.

Sancho war in seinen ersten Lebensjahren ein Straßenhund in der Türkei. Das sagt eigentlich schon sehr viel über sein bisheriges Leben aus, da Hunde bekanntermaßen in den südlichen und orientalischen Ländern sehr schlecht behandelt werden. Nach einem Aufenthalt in einem türkischen Tierheim kam Sancho dann im Rahmen eines Großtransports nach Drakenburg. Noch in der Türkei wurden alle erforderlichen gesundheitlichen Maßnahmen durchgeführt. Im deutschen Tierheim hielt sich Sancho bis zur Übernahme durch mich ca. 4-5 Monate auf. Keiner wollte ihn haben.

Sancho war körperlich und medizinisch also in einem guten Zustand. Das Gebiß schien nicht sehr gut zu sein, hier deutete sich Handlungsbedarf an. Er zeigte jedoch sehr viel Angst, Mißtrauen und Zurückhaltung, in allen Dingen. Gleichzeitig hatte er ein äußerst gutmütiges, liebes Wesen, seine großen treuen Augen hatten es mir besonders angetan. Ich gebe zu, daß auch Mitleid ein wenig meine Entscheidung beeinflußt hat. Das ist eigentlich nicht gut. So sehr einem das Schicksal eines Tieres „an die Nieren“ geht, so wenig kann man alle gequälten Tiere dieser Welt retten. Mitleid ist also kein guter Ratgeber.

So hatte ich schnell herausgefunden, daß Sancho ein psychisches Problem hatte. Bei seinem bisherigen Schicksal kein Wunder. Ich hatte mir also ausgerechnet einen wirklichen Problemhund ins Haus geholt. Das sollte mich in den nächsten Monaten noch sehr beschäftigen.

Foto Foto
Weiter mit Die ersten Tage





Clicks-Zähler  Info
Nach oben rollen