Hund Sancho
Hund Sancho
Die Erfahrungen eines Problem-Hundes
nach seiner Übernahme aus dem Tierheim im Oktober 2004
Hund Sancho

Erlebnisse und Erfahrungen beim Ausgang

Eine neue Lage!

Zusätzlich zur statischen Lebenssituation am Haus hat sich natürlich auch der Ausgang erheblich verändert. Als die o.a. Situation, daß Sancho frei rumlief, noch frisch war, dachte ich für ca. 1 Woche, daß ja nun die Ausgänge entfallen könnten. Sancho konnte ja jetzt ausgehen, wann und wohin auch immer er wollte. Dann überlegte ich mir jedoch, daß ich doch mal sehen wollte, was der Hund machen würde, wenn ich zu Fuß das Grundstück verließ. Gesagt, getan.
Und siehe da: er kam mit! Auch beim zweiten- und dritten Mal lief Sancho brav mit mir mit. Somit haben wir die Ausgänge wieder aufgenommen, da sie ja auch mir gut tun. Jedoch beschränkt sich unser Laufgebiet auf ein Areal, in dem wir keine größeren Straßen zu überqueren haben, da das noch nicht geht und noch zu gefährlich ist. Aber wir arbeiten schon daran, auch diese Situation zu verändern.

Da ich keinerlei physikalische Möglichkeit mehr habe, seine Bewegungen und seinen Aufenthaltsort zu beeinflußen, muß alles über die Stimme und meine Gesten und Verhalten gehen, um ihn zu kontrollieren. Damit wird jeder Ausgang immer wieder zu einem kleinen Abenteuer mit dem schon erwähnten Verkehrsrisiko

Zu ca. 75% hört Sancho auf mich bzw. auf die Pfeife. Wenn er allerdings intensiv schnuppert und schnüffelt, vergißt er alles andere um sich herum und hört auch nichts mehr. Erst wenn der Schnüffeljob erledigt ist, horcht er wieder auf mich. Er läuft anstandslos in die von mir vorgegebene Richtung. Wenn er vorausläuft und an eine Kreuzung kommt, vertreibt er sich dort solange die Zeit, bis ich herangekommen bin und die neue Richtung eingeschlagen habe. Auch auf langer gerader Strecke legt er immer wieder Stops ein, um Blickverbindung aufzunehmen. Wenn er zu weit vorausläuft und ich mich aus erzieherischen Gründen verstecke, kommt er zurückgelaufen und sucht mich. Er kommt heran, wenn ich ihn streicheln möchte oder bürsten bzw. abtasten, ob alles in Ordnung ist (ich mache 1x pro Tag den "Bauch-Drucktest", weil ich gelernt habe, daß Hunde im Falle der Erkrankung dort oft druckempfindlich werden. Dabei lege ich ihm die Hand auf den Bauch und drücke leicht nach oben, um seine Reaktion zu testen. Er empfindet das wohl als Liebkosung). Ich kann ihn überall anfassen, die Augen reinigen, sein Fell mit den Fingern gegen den Strich durchziehen („raken", das mag er besonders gern), ihn an bestimmten Stellen massieren, Innenohr-"Massage" (auch das liebt er sehr) usw..

Je kälter es ist, umso aktiver und lebendiger ist er. Minus 15 Grad machen ihm wirklich nichts aus! Wenn er besonders gut drauf ist, ist er sogar ein wenig übermütig und man merkt ihm deutlich an, daß es ihm Spaß macht. Darüber freue ich mich dann immer besonders.

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