Hund Sancho
Hund Sancho
Die Erfahrungen eines Problem-Hundes
nach seiner Übernahme aus dem Tierheim im Oktober 2004
Hund Sancho

ERFAHRUNGSBERICHT II

Es bleibt schwer!

Auf den folgenden Seiten können Sie den abgeschlossenen Erfahrungsbericht Nr. 2 lesen.

Er wurde am 31. März 2006 fertiggestellt, somit 4 Monate später als vorgesehen. Da war Sancho 17 Monate bei mir. Den Hinweis auf diesen Erfahrungsbericht habe ich an das Tierheim gegeben, aus dem ich Sancho geholt habe.

Einleitung

Rückblick:
Heute ist der 31. März 2006. Am Donnerstag den 28. Oktober 2004, also vor 17 Monaten, habe ich einen Mischlings-Hund aus einem Tierheim übernommen. Er heißt Sancho. Basierend auf dem Erfahrungsbericht Nr. 1 über die Übernahme eines Hundes aus dem Tierheim und die 100 Tage (3 Monate) danach vom 07.02.2005 wurde diese erste Fortschreibung erstellt, um die Erfahrungen mit Sancho in den Monaten 4 bis 17 zu dokumentieren.

Zunächst ist festzustellen, daß Sancho gesund ist. Er ist etwas zu schwer geworden, das liegt wahrscheinlich an einer zu gut gemeinten Ernährung. Außerdem gibt es noch eine andere Ursache, auf die ich später eingehen werde. Ansonsten ist er topfit.

Meine Aussage in dem o.g. Erfahrungsbericht, daß es sich um eine intensive und fordernde Aufgabe handelt, gilt auch heute mehr denn je. Sancho ist und bleibt ein Problemhund, wie man noch sehen wird.

Sicherlich etwas ungewohnt im Rahmen eines Erfahrungsberichtes nehme ich auch in dieser Fortschreibung die Hauptpunkte des „Fazits“ wieder vorweg. Das Ergebnis einer Erfahrung erscheint eigentlich erst am Schluß, aber somit weiß der Leser sofort, was "auf ihn zukommt". Wer Details wissen möchte, der möge den Bericht komplett lesen.

Hund Sancho Hund Sancho Hund Sancho

Fazit II

(Die Zitate beziehen sich auf den Erfahrungsbericht I)

Zitat: "Mein Nachbar sagte mir vor der Übernahme des Hundes: "Der Hund wird Dein Leben total umkrempeln!""

Diese Aussage aus dem Erfahrungsbericht 1 gilt weiterhin. Durch die bisherige Entwicklung kann ich nur stundenweise von zuhause wegbleiben und Sancho nicht irgendwohin mitnehmen. Das schränkt meine Mobilität erheblich ein. Jegliche längere Abwesenheit von zuhause entfällt (z.B. Urlaub, Besuchen von Seminaren und Tagungen etc.). An dieser Situation wird sich absehbar nichts ändern.

Zitat: „Der zukünftige Eigner eines - möglicherweise - Problemhundes muß bereit sein, sehr sehr viel Geduld aufzubringen.“

Auch diese Aussage gilt uneingeschränkt, obwohl mittlerweise 17 Monate vergangen sind.

Zitat: „Mit einer wie auch immer gearteten Erziehung darf man erst beginnen, wenn ein Grundvertrauen seitens des Hundes zu seinem Menschen aufgebaut wurde. Das kann ca. 6 - 12 Monate dauern!“

Diese Aussage aus dem Erfahrungsbericht muß ich aus heutiger Sicht modifizieren. Eine Erziehung wird nicht möglich sein. Lediglich einige wirklich wichtige Grundkommandos sind vermittelbar, obwohl Sancho eigentlich ganz gut hört.

Zitat: „Mit viel Zuwendung und Sorge wird sich der Hund immer mehr in Richtung eines „normalen“ Hundes entwickeln. Seine Grundprobleme werden zwar nicht gänzlich verschwinden, aber sie werden dann nur noch in besonders stressigen Situationen zum Tragen kommen.“

Diese Feststellung aus dem Erfahrungsbericht kann ich heute bedingt bestätigen. Ein Trend in diese Richtung ist eindeutig erkennbar. Jedoch wird es vermutlich noch länger dauern als ursprünglich erwartet (= ca. 3 [!] Jahre). Der Weg dorthin ist sehr, sehr lang, wie ich nunmehr weiß. Drei Jahre erscheinen realistisch. Man hatte mir das prophezeit, aber ich wollte es zunächst nicht glauben.

Gewisse Grundverhaltensmuster des Hundes, die er vermutlich in seiner (unbekannten) Prägephase und in den ersten Lebensjahren angenommen hat, sind nicht zu verändern! Angesichts seiner Herkunft (= Türkei) ist das durchaus problematisch, wie man später noch sehen wird.

Wie ich im Erfahrungsbericht 1 schon angedeutet habe, ist Sancho ein ziemlich kluger Hund. Das hat sich bestätigt. Jeder Trick, um ihn zu überlisten, funktioniert jeweils nur einmal. Irgendwann ist die „Trickkiste“ dann leer. Spätestens dann hat er seinen Willen durchgesetzt

Ich habe irgendwann entschieden (siehe unten), keinerlei Zwangsmaßnahmen gegen Sanchos Willen anzuwenden. Das beginnt schon bei Maßnahmen, die bei deutschen Hunden völlig unspektakulär sind, wie z.B. Anlegen des Halsbandes, das er mittlerweile nicht mehr trägt. Er muß das von mir erwünschte Verhalten freiwillig mitmachen. Abgesehen von der Endlichkeit der Möglichkeiten, ihn auszutricksen, will ich ihn auch nicht mehr zu irgendwas überlisten. Entweder er macht es so, wie ich es will, oder nicht. Dann geht es eben nicht.

So geht es in diesem Erfahrungsbericht 2 weiter

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