Hund Sancho
Hund Sancho
Die Erfahrungen eines Problem-Hundes
nach seiner Übernahme aus dem Tierheim im Oktober 2004
Hund Sancho

Rechtliche Aspekte zur Hundehaltung

Hundehalter haben viele Pflichten

Steuer, Nachbarn, Reisen: Wer sich einen Vierbeiner zulegen möchte, muss einige Punkte beachten.

Die folgende Abschrift eines Artikels aus "Die Harke - Nienburger Zeitung" stammt vom 10.11.2005 und wurde von Sandra Rindchen verfaßt.

Ein treuer Freund soll er sein, ein Spielkamerad und Kuscheltier, vielleicht sogar Wächter über Haus und Hof. Wer sich einen Hund anschafft, hat meist viele Pläne mit seinem Vierbeiner. Doch Hundebesitzer müssen auch einige Vorschriften beachten, die das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier regeln - besonders auf engem Raum, wie in einer Großstadt.

Hundesteuer
Mehr als 12 000 Hunde leben etwa in Hannover. Für jedes dieser Tiere gilt eine Meldepflicht beim Bürgeramt, das den Hundesteuerbescheid und die Marke ausstellt. 120 Euro kostet der Vierbeiner in der Stadt pro Jahr an Steuern, zusätzlich 240 Euro jeder weitere Hund.

Exkremente
Durch die Steuern will die Stadt sicherstellen, dass nicht zu viele Hunde in Hannovers Straßen Gassi geführt werden. Warum, wird schnell klar: Hundebesitzer lassen ihre Tiere in der Gosse, auf Gehwegen oder öffentlichen Plätzen laufen. Das Ergebnis: stinkende Kothaufen, die entweder von Reinigungsarbeitern der regionalen Abfallwirtschaft (aha) oder von Hausbesitzern entsorgt werden müssen. "Zwar sammeln inzwischen mehr Hundebesitzer den Kot selbst ein, doch die Mehrheit kümmert sich noch immer nicht um den Dreck", sagt eine aha-Sprecherin. Solch ein Verstoß gegen die Vorschriften kann teuer werden, im Ordnungswidrigkeitsverfahren kann sogar eine Strafe von bis zu 5000 Euro verhängt werden. "Zuerst ziehen wir vom Hundebesitzer ein Mahngeld in Höhe von 20 bis 30 Euro ein. Wird er wieder erwischt, kann das aber richtig Geld kosten", betont die Sprecherin.

Autofahrt
Teuer kann es auch werden, wenn der Hund im Auto frei herumspringt, sagt Regina Spieler, Rechtsexpertin der Ergo-Versicherungsgruppe. "Ein Hund gilt im Auto als Ladung - und jede Ladung muss ordentlich gesichert werden." Was laut Straßenverkehrsordnung droht, falls der Hund den Fahrer verkehrsgefährdend ablenkt, sind ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro und drei Punkte in Flensburg. Gurte und Sicherheitssysteme für vierbeinige Fahrbegleiter gibt es im Fachhandel.

Nachbarn
Achten müssen Besitzer auch auf das Verhalten ihres Tieres. Belästigt ein Hund andere, indem er sie erschreckt oder gar anfällt, können Strafen verhängt werden. Fühlen sich Mitbewohner durch anhaltendes Kläffen belästigt, kann im schlimmsten Fall sogar der Mietvertrag gekündigt werden.

Test im Tierheim
Menschen, die sich einen Hund anschaffen wollen, sollten sich vorher genau über die Eigenarten jeder Rasse informieren, denn je nach Größe und Körperbau brauchen die Tiere unterschiedlich viel Pflege und Auslauf. Die eigene Fähigkeit als Hundehalter können zukünftige Besitzer in einem Tierheim testen. Dort werden immer freiwillige Helfer gesucht, die Hunde auszuführen, bürsten oder einfach nur mit ihnen spielen. Und vielleicht ist ja auch gleich das richtige Tier dabei.

Schadenersatz kann teuer werden

Die folgende Abschrift eines Artikels aus "Die Harke - Nienburger Zeitung" stammt vom 10.11.2005 und wurde von ari verfaßt.

Mit dem Hund durch den Stadtwald zu joggen oder ihn auf Grünflächen frei laufen zu lassen, ist für viele üblich. Auf ausgewiesenen Hundeflächen, aber auch auf den Wegen und Wiesen rennen die Vierbeiner oft frei umher. Doch was passiert, wenn der eigene Hund dabei einen Schaden verursacht, beispielsweise ein kleines Kind beißt oder die Nachbarskatze jagt?

Für Tierbesitzer kann das teuer werden, ja sogar den finanziellen Ruin bedeuten. Der Hundebesitzer ist haftbar, auch wenn er am Schadensfall selbst keine Schuld trägt. Heikel wird es, wenn hohe Summen für Schmerzensgeld eingefordert werden. Verbraucherschützer raten deshalb zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Tierhalter.

Das Geld der Hundebesitzer sei darin gut angelegt, meinen Niedersachsens Verbraucherschützer. Die Stiftung Ökotest hat bereits vor einem Jahr eine eindeutige Empfehlung für Tierhaftpflichtversicherungen gegeben. Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen könnten schnell in die Hunderttausende oder sogar Millionen gehen - für die meisten Hundehalter unbezahlbar. "Man sollte deshalb als erstes eine Haftpflichtversicherung abschließen", rät eine Sprecherin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Rund fünf Millionen Hunde leben in Deutschland, lediglich zwei Millionen von ihnen seien bisher versichert.

Tierhalterschutz wird von zahlreichen Versicherungen angeboten. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich, denn die Beitragshöhen variieren erheblich. Bei Deckungssummen zwischen einer und 3 Millionen Euro lassen sich aus den Angaben der Versicherungen bei den Jahresbeiträgen Unterschiede von bis zu 70 Euro feststellen.

(Es folgen im Artikel 3 Bewertungen von konkreten Versicherungsangebote, die hier weggelasen wurden).

Der Tierhalter ist nach einem Abschluss rundum abgesichert, denn der Versicherer zahlt auch, wenn eine andere Person den Hund Gassi geführt hat oder das Tier nicht angeleint war.

Angeboten werden auch Krankenversicherungen für Hunde. Dabei sollte man genau nachrechnen. Handelt es sich beim eigenen Hund um eine hochgezüchtete Rasse, die anfällig und empfindlich ist, kann sich eine Kranken- oder Operationsversicherung lohnen. Ist der Vierbeiner robust, lassen sich die Arztkosten meist auch aus eigener Tasche begleichen.






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